Live Ticker

countDown

Beginn der Sommerübertrittszeit
&nbps;

Kompass 2011/12

Die wichtigsten Informationen auf einen Blick

Service Center

Per Mausklick zu den wichtigsten Formularen

2. Klasse Mitte

SC Kirchberg-Thenings Trainer Anton Höretseder analysiert die Herbstsaison der 2. Klasse Mitte

Aufstiegskampf

Nach dem Abstieg hatte ASKÖ Dionysen/Traun zu Saisonbeginn Probleme, da wichtige Spieler wie etwa Ivan Peric nicht zur Verfügung standen. In der Folge legte die Mannschaft von Trainer Karl Pupek eine Siegesserie hin - die Brust wurde immer breiter - und sicherte sich verdientermaßen den Herbstmeistertitel. Der Tabellenführer ist für mich der Top-Favorit, wenngleich der Kader nicht der größte ist und Stützen wie Ricardo Pupek oder Danijel Novakovic nicht längere Zeit ausfallen dürfen.
SC Kirchberg-Thening: Vor Saisonbeginn war der Aufstieg nicht unbedingt unser Ziel. Die jungen Spieler sind aber inzwischen gereift - und während wir im Vorjahr enge Partien meist verloren haben, konnten wir solche Spiele im Herbst für uns entscheiden. Vielleicht haben wir mit unserer harten und zielstrebigen Arbeit das Glück auch erzwungen. Jetzt, wo wir ganz vorne dabei sind, wollen wir natürlich auch aufsteigen. Ob uns das am Ende dann auch gelingen wird, steht auf einem anderen Blatt Papier - da muss in der Rückrunde einfach alles passen.
Die wohl größte Überraschung der Herbstsaison war für mich der dritte Platz der Union Babenberg Linz. Die Mannschaft war in den letzten Jahren stets ganz unten in der Tabelle zu finden. Trainer Wolfgang Hörmedinger ist es jedoch gelungen aus seinem Team das Maximum herauszuholen. Neben dem erfahrenen Jürgen Hartl oder dem jungen Fabian Ott konnten die Babenberger vor allem mit einem starken Kollektiv überzeugen, haben sehr konstant agiert und sind bis zum Schluss nicht eingebrochen. Ob die Linzer vorne dran bleiben können, wird vom Start in die Rückrunde abhängen.

Schon im Frühjahr konnte die DSG Union Haid überzeugen. Auch der Abgang von Leistungsträger Hannes Vondra konnte verkraftet werden. In Haid hat man den Weg mit den jungen Spielern eingeschlagen und setzt diesen konsequent fort. Nun werden schön langsam die Früchte geerntet. Inzwischen hat sich das junge Team zu einen "verschworenen Haufen" entwickelt, dem ich schon in dieser Saison einiges zutraue. Ich denke, dass die Wittek-Elf bis zum Schluss ein entscheidendes Wort mitreden kann.
Beim ASKÖ Leonding vermisse ich eine zielstrebige Linie. Obwohl Trainer Schimpl meiner Meinung nach gute Arbeit geleistet hat, entschied man sich, den Coach zu wechseln. Auch aufgrund einer gewissen Unruhe hat man auf der Zielgeraden der Hinrunde ein wenig den Anschluss verpasst. Mit starken Offensivkräften wie Christian Pichler oder Peter Deubl ist entsprechende Qualität vorhanden, ich habe aber meine Zweifel, ob es in diesem Spieljahr für ganz vorne reichen wird.
Das 1b-Team des SV Foli-Pack Traun kassierte in der Vorsaison noch einige saftige Niederlagen. Unter dem erfahrenen Trainer Horst Sonnleitner konnte sich die Mannschaft im Vorderfeld etablieren. Ich habe diese Steigerung in keiner Weise erwartet. Zwar erhält man regelmäßig Verstärkung vom OÖ-Liga-Kader, andererseits hat man verdiente Spieler wie etwa Rene Götzer in den Reihen, die eher unregelmäßig trainieren können. Auch aus diesem Grund wird wohl kaum mehr als der derzeitige sechste Rang möglich sein.
Die Union Pucking ist sensationell gestartet, blieb in zwei Dritteln der Herbstsaison ungeschlagen, ist dann aber auf der Zielgeraden eingebrochen. Trainer Feigl verfügt über eine bissige und giftige Truppe - und mir taugt diese Mannschaft einfach. Da ist enormes Potenzial vorhanden. Sollte der Kader halbwegs zusammenbleiben, wird man in den nächsten Jahren von der Union Pucking noch einiges hören. In dieser Saison kann es nur mit einem außergewöhnlichen Lauf für ganz vorne reichen.

Tabellenmittelfeld

Den Abgang von Bernd Kerbl, der im Vorjahr fast 50 Tore erzielte, hat der SV Urfahr nicht verkraftet - es fehlt einfach ein durchschlagskräftiger Stürmer. Und nun hat auch noch Spielgestalter Stefan Kuranda seine Karriere beendet. Ich habe gehört, dass einige Verstärkungen im Anmarsch sind, vermisse aber ein gewisses System. Aber in dieser Saison kommt man über das Niemandsland der Tabelle ohnehin nicht mehr hinaus.
Nachdem es vor einem Jahr im Verein ordentlich gekracht hat, konnte sich der ESV Schauer Bau Westbahn Linz in relativ kurzer Zeit einigermaßen erholen. Die Eisenbahner sind zwar schlecht gestartet, haben sich dann aber gesteigert, wenngleich sie sich als launische Diva präsentierten - guten Leistungen folgten unnötige Niederlagen. Dennoch ist ein klarer Aufwärtstrend zu erkennen, eine Basis ist wieder vorhanden und mit einer gewissen Konstanz könnte man in absehbarer Zeit vielleicht wieder vordere Plätze anstreben.
Der ASKÖ Neue Heimat ist super gestartet, hat auch gegen uns sehr gut gespielt, dann aber nach der Verletzung von Mario Pühringer, der nach wie vor das Um und Auf der Mannschaft ist, den Faden verloren. In der Mannschaft steckt aber einiges Potenzial und zudem verfügt der Klub mit Peter Rohregger auch über einen guten und erfahrenen Trainer.

Tabellenende

Beim ATSV St. Martin/Traun vermisse ich die Harmonie. Aus dieser Mannschaft werde ich einfach nicht schlau. Schon im Vorjahr hat sie einem Lauf eine negative Serie folgen lassen. In dieser Saison ist es nicht anders. Aus diesem Grund werden kurzfristig große Sprünge wohl kaum möglich sein.
ASKÖ Zöhrdorf Linz ist ein Kapitel für sich. Nach einem teuer erkauften Höhenflug ist man tief gefallen und leidet jetzt an den Nachwehen des fehlgeschlagenen erhofften Durchmarsches in die Bezirksliga. Übrig geblieben ist eine zusammengewürfelte Mannschaft, der eine schwierige Zeit bevorsteht. Ich bin eher skeptisch, was die nahe Zukunft anbelangt, lasse mich aber gerne positiv überraschen.
In den letzten Jahren hat man beim SV Chemie Linz immer wieder gehörige Kaderveränderungen vorgenommen. Der Pfeil will aber einfach nicht nach oben zeigen. Die Chemiker kommen von den letzten Plätzen nicht weg, wenngleich sich die Ergebnisse gebessert haben - Debakel sind eher selten geworden. Die Qualität des Kaders ist eher beschränkt und so wird es schwer werden, in den nächsten ein, zwei Jahren zumindest einen einstelligen Tabellenplatz zu belegen.
Die Union Leonding hat einen schwarzen Herbst hinter sich. Nach dem Abgang von Trainer Peter Wimmer, der zuvor aus einer "toten" Mannschaft eine gute Truppe geformt hat, hatte ich schon im Sommer meine Bedenken. Diesen katastrophalen Sturzflug hätte ich jedoch nicht erwartet. Nun ist Peter Wimmer wieder zurückgekehrt und steht erneut vor einem Scherbenhaufen. Ich traue es dem ehrgeizigen Trainer zu, erneut das Beste herauszuholen. In der laufenden Meisterschaft muss man sich erst wieder stabilisieren, aber in der nächsten Saison kann es durchaus wieder in Richtung Tabellenmittelfeld gehen.
Logo